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Setzzeit – Was wir im Umgang mit einem Wildtier wissen sollten

Rechtliche Grundlage und Tierschutzaspekte

Derzeit können wir uns in der Natur am Anblick junger Tiere erfreuen. Jungvögel, Rehkitze oder Fuchsjunge tollen über die Wiesen und Felder. Häufig werden uns jedoch Tiere gebracht, die aus der Natur entnommen wurden und vermeintlich in einer Notsituation sind. Hierzu für Sie ein paar wissenswerte Fakten:

Wildtiere sind geschützt, frei und gehören niemanden. Somit ist es generell nicht erlaubt, sie aus der Natur zu entnehmen. Hinzu kommt, dass jagdbares Wild ausschließlich vom Jagdpächter entnommen oder verbracht werden darf. So ist es beispielsweise nur in Absprache der Polizei mit dem Jagdpächter erlaubt ein Stück Wild (Wildschwein, Reh, Hase) nach z.B. einem Autounfall fachgerecht zu erlösen, um längeres Leiden und Schmerzen zu vermeiden.

Besonders heikel ist die Handhabung mit besonders geschützten Tieren, wie z.B. Eulen oder Fledermäusen.

Gewisse Tiere dürfen trotz der rechtlichen Grundlage in einer Situation entnommen und zum Fachmann (Tierarzt) transportiert werden, wenn sie in einer gesundheitlichen Notlage sind und medizinisch versorgt und betreut werden müssen.

Hier kommt es leider häufig vor, dass ohne das benötigte Fachwissen Jungtiere als hilfebedürftig bewertet und zum Tierarzt gebracht werden. Muttertiere setzen ihre Jungen häufig auf Wiesen und geschützten Böschungen ab, um auf Nahrungssuche zu gehen. Sie kommen wieder zum Jungtier zurück – hierfür gibt es verschiedene Arten der Kommunikation. Eine davon ist der Geruch. Wenn wir Menschen also die Jungtiere anfassen, wird das Elterntier sein Junges später nicht mehr annehmen.

Die Handhabung der Wildtiere birgt aber nicht nur Gefahren für das Tier, sondern auch für uns Menschen. So sind Schnäbel (Greifvogel, Storch) und Krallen (Ständer) kraftvolle Waffen. Außerdem sind Füchse und Marderartige Tollwutvektoren und können den für uns gefährlichen Fuchsbandwurm übertragen.

Auch in diesem Jahr wurde in der Tierärzteschaft wieder darauf hingewiesen, sich bei der Behandlung verletzter Wildtiere die Fachkunde anzueignen, um Verletzungen zu vermeiden und die Tiere artgerecht zu behandeln. Dazu gehört, dass der Grundsatz „NATUR NATUR SEIN LASSEN“ und die Entsendung behandelter Tiere unserem Tierschutzgedanken zur Genüge dienen, dem Wild eben aber nur in seiner natürlichen Umgebung eine zweite Chance gegeben werden kann.

Haben Sie Fragen zu Wildtieren oder meinen Sie, dass ein Tier in einer Notsituation ist? Dann rufen Sie bei der zuständigen Gemeinde, bei der Polizei, dem Jagdpächter oder bei uns an. Vermeiden Sie es bitte zunächst, Wildtiere einfach aus gutgemeintem Engagement aus seinem Lebensraum zu entnehmen.

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Kleintierklinik Frankenthal

Beindersheimer Str. 77
67227 Frankenthal

Tel. 06233 770820
Fax. 06233 7708229

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