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Schäferhundmischling „Arktos“

Bereits seit ungefähr einem halben Jahr zeigte der 5-jährige Schäferhundmischling „Arktos“ Nasenprobleme, die sich teilweise in Niesen und in grünlich-gelblichem Ausfluss aus beiden Nasenlöchern äußerten.

Da die Nase ein sehr empfindliches und auch schwer zugängliches Organ ist, lassen sich weitere Untersuchungen hier in der Regel nur in sediertem Zustand durchführen. Daher wurde mit den Besitzern ein Narkosetermin vereinbart zur genaueren Abklärung des Nasenausflusses.

Nachdem „Arktos“ sediert wurde, wurde erst eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbes durchgeführt, da eine eventuelle Infektion ihren Anfang auch in der Lunge nehmen kann. Da die Lunge röntgenologisch unauffällig war, wurde eine Rhinoskopie, also eine Nasenspiegelung durchgeführt.

Hier konnte auch der Grund für den Nasenausfluss festgestellt werden. Beide Nasenlöcher waren reaktiv und stark gerötet. Im linken Nasenloch zeigten sich diffus verteilte, weiß-fleckige Auflagerungen, die sich auch nicht vom Untergrund ablösen ließen. Es bestand hier der Verdacht auf eine Aspergillose, also eine Pilzinfektion. Zur genaueren Klassifizierung wurde ein Abstrich genommen.
Dieser bestätigte die Pilzinfektion und zeigte noch eine zusätzliche bakterielle Sekundärinfektion, was bei Pilzen häufig der Fall ist.

„Arktos“ erhielt ein Antimykotikum gegen den Pilz und ein Antibiotikum zur Behandlung der Sekundärinfektion. Eine Pilzinfektion ist jedoch sehr hartnäckig, sodass man den Hund über mehrere Wochen behandeln muss, bevor eine Heilung erreicht werden kann.

Zur Zeit steht „Arktos“ noch unter Medikamenten. Demnächst wird erneut eine Rhinoskopie durchgeführt zur Kontrolle des Behandlungserfolges.

Grundsätzlich gilt vor allem für langnasige Hunderassen, wie z.B. Schäferhunde oder Dobermänner, dass man bei chronischem Nasenausfluss auch an eine Pilzinfektion denken muss. Der Nasenausfluss ist hierbei anfangs meist klar, dann eitrig und kann teilweise auch blutig sein. Weitere Symptome sind Juckreiz an der Nase ebenso wie eine übermäßige Berührungsempfindlichkeit. Unbehandelt kann es zur Depigmentierung des Nasenspiegels und selten auch zu Deformationen der Kopfknochen kommen.

Zur Diagnostik ist die Rhinoskopie mit Probenentnahme das Mittel der Wahl. Um sich ein genaues Bild über die innere Struktur der Nase zu machen, kann auch eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden, um eine eventuelle Knochenzerstörung und das Fehlen der „normalen“ Strukturen der Nase dazustellen.

Pilzinfektionen lassen sich in der Regel gut behandeln. Zum einen, wie bei „Arktos“ medikamentell, zum anderen aber auch durch lokale Spülungen der Nase. 

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