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Hektor

Hektor", eine 5 Jahre alte Deutsche Dogge, wurde uns mit Herzrasen, erschwerter Atmung und vermehrter Wasseraufnahme, dabei jedoch deutlich vermindertem Urinabsatz vorgestellt. In einer Untersuchung beim Haustierarzt war 4 Wochen zuvor ein Herzgeräusch aufgefallen und eine Therapie mit einem Entwässerungsmedikament und einem Medikament zur Unterstützung der Herzpumpleistung eingeleitet worden.

DKF-48277_HerzogRoman_Hektor_20110503_00_0005_0000In der Allgemeinen Untersuchung bei uns zeigte sich ein pathologisch erhöhter, arrhythmischer Herzschlag mit einem Pulsdefizit (nicht jeder Herzschlag wirft Blut in den Körperkreislauf aus). Im Röntgen und Ultraschall stellte sich ein deutlich vergrößertes Herz mit geringgradigem Herzbeutelerguss, sowie einer verminderten Herzmuskeldicke, ein beginnendes Lungenödem und freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle dar. Ein EKG zeigte zusätzlich zu der Arrhythmie ein sogenanntes Vorhofflimmern, wobei sich die Muskulatur der Herzvorhöfe unkontrolliert und unabhängig von den Hauptkammern kontrahiert.

Zusammenfassend wurde bei Hektor eine dilatative Kardiomyopathie in fortgeschrittenem Stadium festgestellt:
Dabei handelt es sich um eine Herzmuskelerkrankung, die auf Grund einer veränderten Struktur der Herzmuskelzellen charakterisiert ist durch ein vergrößertes Herz mit geringerer Kontraktionskraft. Als Folge dessen kann es zu Flüssigkeitsansammlungen in Lunge, Herzbeutel und Bauchhöhle, sowie zu Arrhythmien und Vorhofflimmern im fortgeschrittenen Stadium kommen.

Einige Rassen scheinen genetisch anfälliger für diese Erkrankung zu sein, darunter bspw. Dobermann, Irischer Wolfshund, Deutsche Dogge, Neufundländer oder Cockerspaniel.
Leider ist die dilatative Kardiomyopathie eine unheilbare Erkrankung und erfordert lebenslange Medikation. Mit dieser können die Hunde jedoch meist ein relativ normales Leben führen, wenn auch mit eingeschränkter Dauer. 
Hektor wurde stationär aufgenommen und konnte durch umfangreiche Anpassung der Medikamente stabilisiert werden. Während seines Aufenthaltes besserten sich die Arrhythmie und die Symptome deutlich, sodass er wenige Tage nach Aufnahme entlassen werden konnte.

Wir wünschen Hektor noch eine glückliche, sorgenfreie Zeit mit seinem Herrchen.

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